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Freitag, 24. Januar 2003


Glück und Angst


Das nenn ich Service. Eine Portion Glück auf die allgemeine Krise. Der aktuelle Stern fragt Wie lange geht es uns noch gut? Ganz normale Leute fürchten sich vor dem Absturz. Die Angst der Bürger wird auch in anderen Stücken thematisiert. Ein roter Faden durch das Blatt. Sie hat jetzt sogar schon Millionäre erwischt. Und zum Trost kann man in der Titelgeschichte über das Glück lesen. Das große und das kleine. Glück hat nämlich mit der wirtschaftlichen Situation wenig zu tun, steht da. 1930 wie 1990 waren in den USA dreißig Prozent der Leute glücklich. Obwohl sich in der Zeit das Pro-Kopf-Einkommen vervierfachte. Das ist doch echte magazinische Lebenshilfe.



media ++

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Mittwoch, 22. Januar 2003


Das Unwort: Die Ich-AG


Sehr gute Entscheidung. Nämlich, dass die Ich-AG das Unwort des Jahres 2002 wurde. Ausschlaggebend für die Wahl sei die Herabstufung von menschlichen Schicksalen auf ein sprachliches Börsenniveau gewesen, hieß es in der Begründung der Jury aus sechs Sprachwissenschaftlern: "Ich-AG ist damit einer der zunehmenden Belege, schwierige soziale und sozialpolitische Sachverhalte mit sprachlicher Kosmetik schönzureden." Bedrückend erschien der Jury insgesamt die von Jahr zu Jahr wachsende Tendenz von Unternehmen, Entlassungen und Stellenabbau mit scheinseriösen Formulierungen zu verschleiern. Längst werden die schon früher kritisierten Beschönigungen wie Freisetzung oder schlanke Produktion durch eine Fülle von sprachlichen Varianten ersetzt, die nicht mehr erkennen lassen sollen, dass dabei immer mehr Arbeitslose billigend in Kauf genommen werden.



politics ++

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Dienstag, 21. Januar 2003


Wackliger Boden


Keine Lust aufzustehen. Da gibt es heute keine Zigarette. Seit gestern nicht. Einen ganzen Tag schon. Leichter Schwindel macht sich breit und ein Spray im Hirn: Es fehlt was, es fehlt was. Und empfindliches Unwohlsein, zum Heulen. Trotzdem rauche ich heute wieder nicht.



life ++

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Montag, 20. Januar 2003


Geliebtes Wortradio


Kein Plärren und Jingeln und Tuten, das Wortradio kommt ohne den Hitmix aus 70er, 80er und 90er aus. In der FR heute ist eine Liebeserklärung an das Wortradio. Möglicherweise funktioniert der Link morgen schon nicht mehr. Kann sein, dass es die FR war, die ihre Artikel immer nur einen Tag online stellt?? Für falls das, hier noch ein Zitat:

Es ist gerade das Schöne am Radio, dass man auch im realen Leben nicht auf der Couch liegen muss oder im Fernsehsessel herumhängen, um etwas Aufregendes, Unterhaltsames, Nützliches mitzukriegen. Beim Fernsehen wird aus dem Gucken schnell ein Glotzen und aus dem Hals ein steifes Brett. Beim Radiohören kann man Regale zusammenschrauben, bügeln, die Videosammlung ordnen oder der Liebsten hinterherschauen. Beim politischen Feature kann man auch auf der Toilette erfahren, warum bundesdeutsche Städte ihre Kanalisation an amerikanische Investoren verscherbeln - und warum das dem Bürger nicht scheißegal sein sollte. Beim Radiokrimi samstagmorgens kann man am Frühstückstisch dem Ei mit einem scharfen Messer den Kopf abschlagen. Oder bei den Reisereportagen am Sonntag durch das Fenster in die Ferne starren. Oder bei der mitternächtlichen Ton-Collage aus Tokio im zerfledderten Reiseführer blättern. Oder...
Wobei sich das Programm doch spannender anhört, als das, was ich immer so kriege. Vier mal Nachrichten die Stunde auf NDR 4 zum Beispiel. Früher allerdings, ja früher...


media ++

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Sonntag, 19. Januar 2003


Sie wollen einen König


Pläne für den Irak nach Saddam gibt es viele. Einer davon: Irak braucht wieder einen König als Oberhaupt eines demokratischen Staatsgebildes. Eine konstitutionelle Monarchie soll es sein, islamisch geprägt und die Internationale Erklärung der Menschenrechte anerkennend. Soweit die schriftlich fixierte und im Internet veröffentlichte Vision. Hier geht es zu den irakischen Royalisten.



war ++

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Freitag, 17. Januar 2003


Preiswert einkaufen


Kanzler Schröder sprach ein Machtwort: Keine Reglementierung der Dumpingpreise der Discountmärkte. Er habe Verständnis dafür, wenn die Leute preiswert einkaufen. Ja, Herr Schröder, das glaube ich Ihnen glatt. Sie haben dem Spiegel Reporter ja auch schon in aller Ausführlichkeit erzählt, wie Sie zu blöde waren, ein Ikea-Regal zusammenzuschrauben. Immer schön für die Großen werben, gell?



business ++

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