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Montag, 23. Juni 2003


Frauenhandel anno 1905


Vorfälle der Gegenwart lenken die allgemeine Aufmerksamkeit immer wieder von neuem auf eine kulturgeschichtliche Erscheinung, die zwar so alt ist wie die Kultur selbst, deren Fortdauer in der neuesten Zeit aber bis vor kurzem nicht allgemein bekannt war. Von jeher wurden junge (...) weibliche Wesen, namentlich um die Bedürfnisse der Vielweiberei, der Harems, also vorzugsweise im Orient, zu befriedigen, für Geld oder Geldeswert verkauft. Daß aber diese Praktik auch dort, wo jene ‘berechtigte Eigentümlichkeit’ nicht herrscht, im christlichen Europa und Amerika betrieben wird, um eine nicht anerkannte (...) faktische Vielweiberei zu versorgen, ist erst seit zwei Jahrzehnten durch zahlreiche und sich unheimlich anhäufende Strafprozesse an das Licht der Öffentlichkeit gekommen. Es ist dies der scheußliche MÄDCHENHANDEL, auch Handel mit weißen Sklavinnen genannt. - Dieser schmähliche Schacher beruht auf der Duldung teilweise sogar Privililegisierung von Häusern, die man zum Hohn ‘Freudenhäuser’ nennt, durch eine Anzahl von Staaten beider Hemisphären, und zwar zu dem Zwecke, die Gelüste wohlhabender Männer zu befriedigen. Diesem Zwecke zu dienen, machte es sich eine Bande von Verbrechern beider Geschlechter und verschiedener Nationen zum einträglichen Geschäfte, unbemittelte Mädchen von angenehmen Äußeren unter der Vorspiegelung, ihnen gute Stellen zu verschaffen, durch List in ihre Gewalt zu bringen und in entfernten Gegenden in Häusern der genannten Art zu schleppen.
[Henne am Rhyn, Dr. Otto, 1905: Aus Loge und Welt. Freimaurerische und kulturgeschichtliche Aufsätze. Berlin und Leipzig]


international ++

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Sonntag, 22. Juni 2003


ein paar tage über den boden gehen.



chaos ++

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1984


Der 39-jährige Smith arbeitet im Ministerium für Wahrheit und seine Aufgabe ist es, historische Dokumente, Pressemitteilungen und Bücher so zu ändern, daß immer ein stimmiges Bild zur aktuellen Lage Ozeaniens entsteht. Während Smith getreulich seiner Arbeit nachgeht und er nach außen hin ein williges Parteimitglied ist, keimt in ihm die Rebellion gegen das System. Obwohl er weiß, daß er eine schwere Straftat (ein Gedankenverbrechen) begeht, beginnt er ein Tagebuch. Er weiß, es macht keinen Unterschied, da die Gedankenpolizei ihn früher oder später ohnehin aufgreifen wird.
Zum 100. Geburtstag von George Orwell.


Literatur ++

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Samstag, 21. Juni 2003


Wetter


Kein verregneter Sommer, sondern die Schafskälte.



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Freitag, 20. Juni 2003


schufa the state


Interessant wird es, wenn es für die Staatsschulden irgendwann mal keine Kredite mehr gibt. Gestern einen Bericht gesehen: Irgendwo in der Provinz der USA werden jetzt schon Schulen für vier Monate geschlossen. Sollen doch die Eltern sehen, wie sie ihrem Nachwuchs was beibringen.



economics ++

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